Was wir als Geruch bezeichnen ist tatsächliche eine Reaktion auf chemische Teilchen – mit anderen Worten Moleküle – die ein Objekt abgibt. Der Ursprung des Duftes von frisch gemahlenem Kaffee, den Sie so angenehm finden, sind die von ihm ausströmenden und in der Luft treibenden Moleküle. Je mehr davon abgegeben werden, desto stärker ist das Aroma. Der Grund, warum ein frisch gebackener Kuchen stärker riecht als ein nicht mehr frischer ist, dass der Kuchen im Backrohr bedeutend mehr Geruchspartikeln absondert. Geruchsmoleküle bewegen sich unter dem Einfluss der Hitze frei in der Luft und können sich über ein weites Gebiet verteilen. Man muss sich aber bewusst sein, dass dieses empfindliche Gleichgewicht speziell für das menschliche Leben eingestellt ist. Es gibt Materialen wie Stein, Eisen und Glas um einen herum, die man nicht riechen kann, weil diese Substanzen bei Zimmertemperatur nicht verdampfen. Nehmen wir für einen Augenblick an, dass alles in Ihrem Zimmer plötzlich Gerüche abgeben würde. Können Sie sich vorstellen, wie störend und sogar lebensändernd das wäre?
Die mikroskopischen Unterschiede zwischen den Molekülen gibt jedem Geruch seine eigene Note. (Bild 1) Die Eigenschaft, die ein gekochtes, frisches Ei von einem zerbrochenen unterscheidet, liegt in der Struktur der Teilchen, aus denen die beiden Eier bestehen. Unterschiede in den chemischen Strukturen zwischen verschiedenen Molekülen beruht andererseits auf sehr feinen Änderungen. 2 In der Tat, das Hinzufügen oder Wegnehmen eines einzelnen Kohlenstoffatoms könnte einen angenehmen Geruch in einen abstoßenden Gestank verwandeln.
Der Aufbau jedes Punktes im Universum kann sofort aus der Struktur der Geruchsmoleküle erkannt werden. Die einzigartigen Aromen von Kakao, Lavendel oder Erdbeeren sind das Ergebnis der Moleküle, die diese Gerüche verstärken und der speziell angeordneten Bindungen untereinander. Jedes Molekül wurde für einen speziellen Zweck geplant, in genau der Form, wie es sein muss. Der, Dem die Herrschaft über die Himmel und die Erde gehört, und Der sich niemand zum Sohn genommen hat, und Der keine Partner in Seiner Herrschaft hat, und Der alle Dinge erschaffen und sie sinnvoll geordnet hat. (Sure al-Furqan, 2)
(Abbildung 1) Die 3 abgeleiteten Düfte der chemischen Substanz, deren Struktur in (91) gezeigt wird, ähneln denen einer Rose. Dennoch ist jede von den beiden anderen durch einen Geruch unterschieden. Die Düfte von Flieder und Gewürzen (92), Ozon und Frucht (93) und Zimt, Nelke, Gewürze und Flieder riechen alle wie die Rose, wenn mit diesen Düften vermengt. | Sehr kleine Unterschiede zwischen Molekülen bringen Blumen und Früchte dazu sehr verschiedene Düfte voneinander zu haben. |
Technik in der Nase
Die nächsten Seiten werden den Teil der Nase untersuchen, der mit der Geruchsempfindung beschäftigt ist. Zuerst werden wir jedoch einen kurzen Hinweis auf die anderen 95% geben, die zwei bedeutende Verantwortungen in unserem Athmungssystem erfüllen. Die erste davon ist, die eingeatmete Luft zu wärmen und zu befeuchten. Die Schleimhaut, die die innere Oberfläche der Nase bedeckt, setzt Wasserdampf frei, um die eintretende Luft zu befeuchten. Die große Anzahl der Kapillaren unter der Schleimhaut wärmt ebenfalls die vorbeistreichende Luft und passt sie an die feine Struktur der Lungen an. Der in Frage stehende Mechanismus ähnelt den Klimaanlagen, die die Temperatur und Feuchtigkeit in Gebäuden regulieren.
(Abbildung 2) Eine Photographie eines als Zilie bekannten Mikrohaares, unter Mikroskop aufgenommen. |
Diese hier mit allgemeinen Ausdrücken beschriebenen Prozesse sind tatsächlich überaus komplex; die Einzelheiten des Mechanismus, durch welchen Millionen von mikrofeinen Haaren wie eine Einheit arbeiten, wurde noch nicht völlig erforscht. Die Schleimhaut, die schleimerzeugenden Zellen und die Mikrohaare beinhalten eine perfekte chemische Reinigungsanlage, die so einwandfrei läuft, dass sie sofort indentifiziert, was für den Körper wichtig und was gefählich ist und unmittelbar die nötigen Aktionen unternimmt.
Eine Wahrheit ist hier offenbar: Die Klimaanlage und der Sichererheits- und Reinigungsmechanismus in der Nase sind Beispiele einer perfekten Konstruktion. Es kann nicht angenommen werden, dass Kreislauf-, Atmungs- und Verdauungssystemzellen vereinbart haben, untereinander zu kooperieren und Konstruktionspläne wie Ingenieure erstellten. Es ist auch für das fragliche System unmöglich, als Ergebnis von Zufällen entstanden zu sein und zugleich ästetisch anziehend im menschlichen Gesicht zu wirken. Es wurde geoffenbart, dass Gott alles erschaffen hat, von der Erde bis zum Himmel, mit Seiner Perfektion in der Gestaltung:
... Ihm gehört, was in den Himmeln und auf Erden ist: alles gehorcht Ihm. Er ist der Schöpfer der Himmel und der Erde, und wenn Er eine Sache beschließt, spricht Er nur zu ihr "Sei" und sie ist. (Sure al-Baqara, 116- 117)
(Abbildung 3) Wir atmen den ganzen Tag durch die Nase ein und aus. Unsere Nasen passen auf die beste Weise die Luft an die Lungen an und leiten einen Teil dieser Luft in die olfaktorische Region. Deshalb nehmen wir zugleich Gerüche wahr. |
(Abbildung 4) Die Abbildung zeigt die olfaktorische Region, zu der ein Teil der Luft gelenkt wird, die wir einatmen. |
In einem Atemzug befinden sich eine Milliarde Trillionen Moleküle, fast alle befinden sich normalerweise in dem Gemisch, welches wir Luft nennen. 6 Die Geruchspartikel, viel zu klein, um siemit dem bloßen Auge zu sehen, befinden sich in dieser enormen Molekülmenge. Nachdem Sie eingeatmet haben führen spezielle spiralförmige Knochen in der Nase einen Teil dieser Luft in die Zone der Geruchswahrnehmung. Auf diese Weise gelangen Geruchsmoleküle in die Gegend des oberen Teils der Nasenhöhle, ca. 7 Zentimeter (2,756 Zoll) in und über den Nasenlöchern. (Figure 4) Wenn Sie eine Blume an Ihre Nase halten um ihnen Geruch zu riechen, gelangen eine große Anzahl von Molekülen in die Zone der Geruchswahrnehmung.
Die meisten Menschen sind sich dessen nicht bewusst, dass sie eine solch aussergewöhnliche chemische Analyseanlage innerhalb der Zone der Geruchswahrnehmung besitzen, die non-stop arbeitet, um die Gerüche der Umgebung zu analysieren. Selbst wenn Sie in Ihrem täglichen Leben keine spezielle Anstrengung unternehmen, um einen Geruch wahrzunehmen, ist diese Anlage dennoch in Funktion. Auch wenn Sie schlafen, werden möglicherweise schädliche Gerüche, wie Rauch erkannt und Sie gewarnt.
Diese Anlage ist derart perfekt, dass sie mehr als 10.000 verschiedene Gerüche 7 erkennen kann und mit einer perfekten Genauigkeit und Empfindlichkeit funktioniert.
Die kleinen Geruchsmoleküle die die Grundlage der Düfte bilden, kommen in verschiedenen Formen und Größen vor.8 Die atemberaubenden Düfte in einem Garten, die herrlichen Gerüche eines köstlichen Essens oder der abstoßende Gestank von faulenden Früchten, alle kommen von unterschiedlichen Molekülen. Die chemische Anlage in unserer Nase ist leicht in der Lage, alle diese unterschiedlichen Moleküle zu identifizieren, sie kann sogar Moleküle mit dem gleichen Atomaufbau unterscheiden. Zum Beispiel kommt der winzige Unterschied zwischen den Molekülen L-Carvon und D-Carvon von ihren Atomen, die eine andere Ordnung haben. Trotz dieser äußerst nahen Ähnlichkeit kann sie eine menschliche Nase leicht unterscheiden und uns sagen, dass ersteres Kreuzkümmel und letzteres Minze ist. 9
Eine andere Eigenschaft der Nase, die die Wissenschaftler erstaunt ist ihre extreme Empfindlichkeit. Die Minimalkonzentration einer Substanz, um von uns als spezieller Geruch erkannt zu werden ist als Geruchsgrenze bekannt. Der Analysenmechanismus in unserer Nase ist unglaublich empfindlich; manche Düfte in der Luft können bei Konzentrationen von weniger als ein zu einer Billion gerochen werden. Die Forschung hat z.B. gezeigt, dass die Geruchsgrenze von Buttersäure eine 10 miliardenfache Verdünnung der Reinsubstanz beträgt. 10
Gott offenbart in einem Vers, dass:
In der Erschaffung von euch und in den Tieren, die Er verbreitet hat, finden sich Beweise für Leute, die ihres Glaubens gewiss sind. (Sure al-Dschathiya, 4)
Ein Aufruf zum Nachdenken
Sie würden möglicherweise denken, dass diese Person scherzte. Sie würden ihren Worten sicherlich kein Vertrauen schenken. Wenn Sie erkennen würden, dass sie vollkommen ernst war, als sie diese Behauptung aufstellte, würden sie schlussfolgern, dass sie ihren Verstand verloren hat. Dies ist so, weil es sich bei diesem Beispiel um ein technologisches Design handelt: Ein Fernseher ist ein speziell hergestelltes Gerät mit dem Ziel Fernsehübertragungen zu empfangen. Um es kurz zu fassen: beides, der Fernseher und die Übertragungen – und jeder Aspekt der Beziehung zwischen den beiden – wurde bis ins kleinste Detail geplant. In diesem komplexem System gibt es absolut keinen Spielraum für den Zufall.
(Abbildung 5) Dank der makellosen inneren Struktur der in der Abbildung sichtbaren Nase sind wir in der Lage Geruchsmoleküle wahrzunehmen, die uns von außen erreichen. |
Jeder, der über ein wenig Vernunft und gesunden Menschenverstand verfügt, kann sofort die Fehler in dieser evolutionistischen Logik sehen. Die Themen, die in späteren Kapiteln dieses Buches behandelt werden, werden detailliert die Fehler aufzeigen, die die Evolutionisten in bezug auf diese Themen begehen. Ohne Zweifel wurde die Struktur der Nase speziell dazu erschaffen Gerüche wahrzunehmen. Sie ist auch noch ein weiteres Zeichen der Allwissenheit Gottes, Ihres Schöpfers. Jede Einzelheit, die Sie auf diesen Seiten lernen werden, stellt einen Beweis dieses makellosen Designs und seiner vollkommenen Erschaffung dar.
In der Tat hat Gott im Quran diese Harmonie und Makellosigkeit offenbart, die überall auf der Erde gesehen werden kann:
Der sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen. Du erblickst in der Schöpfung des Erbarmers kein Missverhältnis. So schau dich von neuem um, ob du Mängel siehst! Dann lass den Blick ein weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf und matt zu dir zurückkehren. (Sure al-Mulk, 3-4)
Theorien der Geruchswahrnehmung
Wissenschaftler versuchen schon seit Jahren diese Frage zu beantworten, haben es aber noch nicht geschafft vollständig aufzudecken, wie die Geruchswahrnehmungszellen die Partikel in der Luft erkennen. Was sie wissen reicht nicht über bloße Theorie hinaus. In der Tat ist weniger über die Geruchswahrnehmung bekannt als über die anderen Sinne.13
Gegenwärtig ist die am meisten akzeptierte Theorie als die Sterische Theorie bekannt, die erstmals von R.W. Moncrieff vorgeschlagen wurde. Nach ihr treten die Geruchspartikel in verschiedenen Formen und Größen auf und docken an für sie bestimmte Rezeptoren in der olfaktorischen Region an. Die Beziehung zwischen den Rezeptoren und Geruchspartikeln kann mit der zwischen einem Schloss und einem Schlüssel verglichen werden. Auf dieselbe Weise, wie ein Schloss nur mit einem bestimmten Schlüssel geöffnet werden kann, werden Geruchsrezeptoren nur auf die Einwirkung bestimmter Moleküle aktiv.
John E. Amoore entwickelte diese Theorie weiter und bestimmte 7 Hauptgerüche, die er Ether, Kampfer, Moschus, Blume, Minze, scharf und verdorben benannte. Er schlug daraufhin vor, dass alle Gerüche aus Kombinationen dieser 7 „Baustein“-Gerüche bestehen. 14
Ein anderer Wissenschaftler, Luca Turin, schlug die Vibrationstheorie der Olfaktion vor und behauptete, dass Geruchsrezeptoren in der Nase wie ein Spektroskop arbeiten, ein Gerät, das zum Messen der Frequenzen von Vibrationen verwendet wird. Sie identifizieren molekulare Vibrationen. Laut Turin sind die Rezeptoren in der Nase offenbar dazu entwickelt mit den Vibrationsfrequenzen der Geruchsmoleküle kompatibel zu sein. Dies ähnelt der Art wie bestimmte Zellen in der Retina des Auges geschaffen sind, um mit bestimmten Wellenlängen des Lichtes kompatibel zu sein. Turin glaubt, dass es in der Basis der Geruchswahrnehmung einen komplexen Mechanismus gibt, der auf Elektronentransfer aufbaut.15
Unter anderen Theorien gibt es die Diffusions-Porentheorie von J. T. Davies und F. H. Taylor, die Molekulare Vibrationstheorie von G. M. Dyson, und die Piezoeffekttheorie von B. Rosenberg. 16
Um es kurz zu fassen: Wir wissen immer noch nicht, wie die Kommunikation zwischen Geruchsmolekülen und Geruchsrezeptoren stattfindet. Die in den Rezeptorzellen unserer Nasen ablaufenden Wahrnehmungsprozesse sind mit anderen Worten noch nicht vollständig erforscht.
Dennoch gibt es offensichtlich erhebliche Spekulationen, und auf den folgenden Seiten werden wir einem Standpunkt mehr Raum widmen, der im Vergleich zu den anderen eine größere Akzeptanz erlangt hat.
Laboratorien, die mit den neuesten Geräten ausgestattet sind, erlauben alle Typen wissenschaftlicher Forschung auszuüben. Dass wir allerdings immer noch nicht verstehen, wie unser Geruchssinn arbeitet, zeigt uns wieder die Vollkommenheit des infrage kommenden Systems und die gesamte Schöpfung der Menschen. Während die Wissenschaft die Details des menschlichen sensorischen Systems erforscht, veröffentlicht sie Erkenntnisse, so dass sie alle sehen können. Die sensorischen Organe sind das Werk eines makellosen Designs und wurden mit einem empfindlichen Gleichgewicht erschaffen, das geplant war, um für das gesunde menschliche Leben geeignet zu sein. Eine weitere Beobachtung wie durchgehend falsch die Evolutionstheorie ist, die behauptet, dass das Leben das Werk von Zufall ist.
Durch den Geruch alleine können Sie feststellen ob das Abendessen gekocht ist oder nicht, oder ob etwas im Kühlschrank verdorben ist. Wir können auch viele Umgebungen allein durch ihre Gerüche identifizieren, wie Krankenhäuser, Restaurants, Märkte, Schulen und unser eigenes Zuhause.
Ihr Fassungsvermögen Gerüche wahrzunehmen ist weitaus größer als Sie sich vorstellen können. Einige Forscher sagen sogar, dass es ein Fehler wäre, dieses Fassungsvermögen auf Zahlen zu reduzieren, da der Geruchssinn in der Lage ist zwischen unzähligen verschiedenen Gerüchen zu unterscheiden.17 Lassen Sie uns nun einen Blick auf die Wunder der Schöpfung werfen, die dieses äußerst kompetente und hoch vollendete System ausmachen.
(Abbildung 6) Die zelluläre Organisation in der olfaktorischen Region. |
Stellen Sie sich vor, dass Sie in einem Garten spazieren, der voll mit lieblich riechenden Blumen ist, und Sie diese an Ihre Nase hochhalten und riechen, eine nach der anderen. Damit neue Geruchspartikel die Rezeptoren in Ihrer Nase erreichen, müssen alte Moleküle von ihr abgestoßen werden. Es wäre ansonsten unmöglich, dass Sie den Geruch der zweiten Blume nach dem Riechen der ersten ausmachen. So ein Fall könnte unwillkommene Konsequenzen haben, er wird aber durch gewisse Enzyme im Schleim verhindert. 22
Um es in vereinfachten Worten zu beschreiben: Nach einer bestimmten Zeit – aber einer recht kurzen – ändern die infrage kommenden Enzyme die Struktur der Geruchspartikel und verwandeln sie in ein Stadium, in dem sie nicht mehr die Rezeptoren stimulieren können. Später werden diese neutralisierten Moleküle zusammen mit dem Schleim, der sie eingefangen hat, in den Magen geschickt und daraufhin eliminiert. Bedenken Sie, dass dies nicht von erfahrenen Biochemieingenieuren und Wissenschaftlern bewerkstelligt wird, sondern von Enzymen ohne Verstand oder Bewusstsein. Darüberhinaus bewältigen die Enzyme im Schleim dies durch ständig neues Fällen von „Entscheidungen“. Selbstverständlich können Enzyme solch komplexe Aufgaben nicht alleine bewältigen. All dies geschieht durch das grenzenlose Wissen und die wunderbare Schöpfung Gottes.
Schlussendlich gibt es eine erstaunliche Aktivität in den Tiefen der Schleimschicht, die die Geruchswahrnehmungsregion in Ihrer Nase verwaltet. Unzählige Prozesse gehen mit perfekter Planung und Timing vor sich, derer Sie sich nicht bewusst sind, und die Sie nicht mit bloßem Auge sehen können.
Und die Gräser und die Bäume fallen anbetend nieder. (Sure ar-Rahman, 6) |
(Abbildung 7) Einige Zellen in den sensorischen Systemen. Wie wir sehen können, hat jede Zelle ein bestimmtes Design. |
In der Geruchszelle selbst gibt es eine auffallende Arbeitsteilung. Wie der wohlbekannte Forscher Stuart Firestein betont: „Das olfaktorische System erledigt seine sensorischen Aufgaben durch biologische Mechanismen, die vielen Signalsystemen gemeinsam sind.“ 25 Dieses spezielle Design wird in Zeichnungen, die von Elektronenmikroskopbildern gewonnen werden deutlich erkennbar. (Abbildung 7) Die olfaktorische Zelle besteht aus 3 Hauptsektionen, den Zellkörper in der Mitte, die Mikrohaare an einem Ende, die als Zilien bekannt sind, und einen Vorsprung am anderen Ende, bekannt als Axon. (Abbildung 8) Der Zellkörper ist der Ort, an dem viele komplexe Aktivitäten stattfinden, die Zilien, wo der Kontakt mit den Geruchsmolekülen gemacht wird, und das Axon, wo die elektrischen Signale übermittelt werden.
(Abbildung 8) Die olfaktorische Zelle besteht aus 3 Hauptsektionen; Der Zellkörper ist in der Mitte, die Mikrohaare (Zilien) an einem Ende und die als Axon bekannte Erweiterung am anderen Ende. Es gibt zwischen 15 und 20 Millionen Geruchszellen in der Nase. Jede überlebt für etwa einen Monat und wird durch andere ersetzt. |
Obwohl die Begriffe Zilie oder Mikrohaare sehr einfache Strukturen andeuten mögen, beschreiben sie tatsächlich nur die Form der infrage kommenden Strukturen. In der Tat besitzen olfaktorische Mikrohaare eine unvergleichliche und außergewöhnliche Kommunikationstechnologie. Geruchsmoleküle, die sich im Schleim auflösen, verbinden sich mit speziellen Rezeptoren auf den Geruchsmikrohaaren. Die Beziehung zwischen dem Geruchsmolekül und dem Rezeptor ähnelt dem zwischen Schloss und Schlüssel. Infolgedessen wird auf Grund von noch nicht vollständig erforschten molekularen Einzelheiten innerhalb der Geruchsrezeptorzelle ein Signal gebildet. In diesem Stadium kommen sehr viele Proteine und Enzyme unfehlbar ihren Verpflichtungen nach.
Der Vorgang, bei dem Geruchsrezeptoren die Eigenschaften von Geruchsmolekülen in elektrische Signale umwandeln ist ziemlich kompliziert. Gegenwärtig sind nur zwei der Kommunikationsnetzwerke in den Geruchsrezeptorzellen bekannt. In den einfachsten Begriffen kann die Kommunikation wie folgt zusammengefasst werden:
Lassen Sie uns erst die Kommunikation untersuchen, die mittels der cAMP (zyklische Adenosin-3´5´-monophosphate) hergestellt wird. (Abbildung 10) Wenn sich die Geruchsmoleküle mit den Rezeptoren verbinden, beginnt in der Geruchsrezeptorzelle eine schnelle Folge von Vorgängen. Zunächst wird das G-alt- Protein in ein aktives Stadium gebracht und das Enzym AC wird aktiviert. AC beschleunigt die Umwandlung von ATP in der Zelle in cAMP - einen Botenstoff, der an den Kanal gebunden ist, welcher die Zilien mit der Zellmembran verbindet.
(Abbildung 10) Die Hauptstufen der cAMP-Kommunikationslinie, die sich in der Zelle bilden, wenn das Geruchsmolekül an den Geruchsrezeptor andockt. |
(Abbildung 10) Das elektrische Signal, das in den Geruchszellen als Folge verschiedener chemischer Reaktionen entsteht, erreicht den Riechkolben durch Bewegung entlang des Axons. |
Während all dies an einem Ende der olfaktorischen Zellen stattfindet, finden erstaunliche Vorgänge in den Axonen am anderen Ende statt. Das Axon trägt das in der Zelle entstehende Signal zum Riechkolben in der vorderen Region des Gehirns. (Abbildung 11). Um den Kolben zu erreichen, bilden neuronale Zellen Axone, die in Gruppen von 10-100 gebündelt sind, um die ethmoidale kribriforme Platte29 zu durchdringen, deren poröse Struktur es den olfaktorischen Nerven erlaubt durch sie zu passieren. Das Design in diesem Teil des Schädels ist bloß ein Faktor, der es ermöglicht Gerüche wahrzunehmen. Es wäre ansonsten für die Nerven unmöglich Kommunikationen untereinander einzuleiten und somit olfaktorische Signale zu übertragen. Wären alle notwendigen Elemente des olfaktorischen Systems vorhanden, aber die Passage durch den Knochen verhindert, würden man nicht in der Lage sein zu riechen. Ohne Zweifel ist jedes Deteil in diesem System vollends unentbehrlich.
Um diese Tatsachen in einem einzigen Satz zusammenzufassen: Die makellose Kommunikation in den olfaktorischen Zellen ist das Ergebnis eines speziellen Designs, und dieses Design ist nur einer der unzähligen Beweise für die Pracht in der Schöpfung.
(Abbildungen 12-13) Der Ort des Riechkolbens im Schädel, und Details seiner Struktur |
Wenn wir diese Zahlen im Ganzen betrachten, ergeben sich die überraschende Zahlen: Botschaften von Millionen von Geruchszellen werden zu zehntausenden von Mitralzellen übertragen. (Abbildung 14) Millionen von Informationseinheiten werden also in wenigen tausendstel einer Sekunde zwischen Zellen ausgetauscht, und dies in einer fehlerlose Art. Darüberhinaus wird die Information von jedem Rezeptor im Kolben gesammelt, umgeordnet und organisiert, um die Geruchsempfindlichkeit weiter zu steigern – mit anderen Worten wird ein vollkommeneres Ergebnis erreicht als zuvor existiert hat.32
Um eine Analogie für diese fehlerfreie Kommunikation zu bemühen: Nehmen Sie an, dass bestimmte Informationen entlang Millionen Telefonleitungen transportiert werden und dass an einem Schaltbrett die Anzahl dieser Linien plötzlich auf 1000 reduziert wird. Bei einem solchen Vorfall wäre es unmöglich, dass es keinen Verlust der ursprünglichen Information oder keine Fehler in der Übertragung gäbe. Es ist nicht möglich dies zu verhindern, selbst bei Gebrauch fortgeschrittener Technologie. Dennoch führen die Geruchszellen während ihres gesamten Lebens dieselbe Funktion auf makellose Weise aus. Die Nachrichtenübertragung im Kolben ist das Ergebnis einer erstaunlichen Schöpfung.
Jüngste Forschung hat eine Menge Wunder des Designs im Riechkolben aufgezeigt. Die Verbindungen, die von den olfaktorischen Zellen mit den Kommunikationseinheiten im Kolben errichtet werden, finden in einer enormen Ordnung und Regelmäßigkeit statt. Die Glomerul, zu der jede Geruchsrezeptorzelle übertragen wird, ist vorbestimmt, so dass Signale derselben Art von Rezeptor eine bestimmte Glomerul treffen. Jede einzelne von Millionen von olfaktorischen Zellen, aus verschiedenen Gegenden der olfaktorischen Region, kommt auf eine von etwa 2000 Glomeruli.33 (Abbildung 15) Die gängige Ansicht der Forscher, die dies entdeckten, ist dass Daten von verschiedenen Rezeptoren in einer äußerst organisierten Weise übertragen werden.34 Jede einzelne von Millionen von Zellen findet genau die richtige aus 2000 Alternativen – was einmal mehr die Behauptungen der Evolutionisten zerschmettert, die Komplexität auf reinen Zufall zurückzuführen.
(Abbildung 14) Die Schöpfung im Riechkolben ist außergewöhnlich komplex. Das Diagramm an der Seite zeigt nur 2 Geruchszellen (braun und blau) mit verschiedenen Rezeptoren, 2 Glomerule und einige Zellen. Bedenken Sie, dass es mehrere 10 Millionen von Geruchszellen gibt, Tausende verschiedener Geruchsrezeptoren, 2000 Glomerule und Zehntausende von Mitralzellen, gehäuften Zellen, Granulzellen und periglomerulare Zellen im Geruchswahrnehmungssystem. Wenn man all dies bedenkt, kann die einbezogene Komplexität besser verstanden werden. |
Stellen Sie sich ein Telefonnetz in einer großen Stadt mit Millionen von Einwohnern vor. Könnte ein solches Netz, in dem Millionen von Telefonen verbunden sind, von selbst entstehen? Könnten Zentren mit Schaltbrettern, an die die Telefone verbunden sind, durch Zufall entstehen? Selbst wenn alle Rohmaterialien auf einem Feld zusammengesammelt werden und man Millionen von Jahren warten würde, könnte es möglich sein, dass das infrage kommende makellose Kommunikationsnetz spontan entstehen würde, wie die Evolutionisten behaupten?
Die Antworten sind klar. Egal, wie lange Sie warten, nicht ein einziges Telefon wird entstehen, geschweige denn ein urbanes Telefonnetz. Das ist so, weil ein Telefonnetz das Produkt von Design und Ingenieurswissen ist und mit empfindlichen Messungen und Berechnungen geplant und angeordnet werden muss. Jede andere Erklärung ist purer Unsinn. Auf dieselbe Weise, ist es vollkommen unsinnig die komplexe Struktur des Riechkolbens in bezug auf Zufall zu erklären.
(Abbildung 15) Eine vereinfachte Darstellung der außergewöhnlich komplexen Kommunikationen im Riechkolben. Dieses Diagramm stellt nur 3 von 1000 verschiedenen Typen von Geruchsrezeptorzellen dar (blau, grün und braun), und die Verbindungen, die sie mit den Mitralzellen (gelb) in ihren eigenen spezifischen Kommunikationseinheiten (in den Glomerulen) errichten. |
Es wird im Quran mit folgenden Worten offenbart, dass sich die Gläubigen an Menschen mit derselben geistigen Haltung wenden:
… Glaubst du etwa nicht an Den, Der dich aus Staub erschaffen hat und dann aus einem Samentropfen, und dich dann zu einem Mann geformt hat? Für mich ist jedoch Gott mein Herr. Und ich stelle meinem Herrn nichts zur Seite. (Sure al-Kahf, 37-38)
1999 haben Amerikanische und Japanische Wissenschaftler, die diese Frage erforschten, bedeutende Entdeckungen über das Funktionieren des olfaktorischen Systems gemacht. Gemäß den Ergebnissen dieser Untersuchung ist ein Geruchsrezeptor in der Lage Verbindungen mit verschiedenen Geruchsmolekülen einzugehen, was eine Reihe von Geruchsrezeptoren in Aktivität versetzt.37 Anschließende Studien haben das Vorhandensein eines sehr speziellen Mechanismus im olfaktorischen System aufgezeigt. Mit den Worten von Linda B. Buck, eine der beteiligten Forscher, war dieser Mechanismus ein bestimmtes „Alphabet“.38
Wie Sie wissen, bestehen die Wörter und Sätze, die wir verwenden, aus 26 Buchstaben, die einzeln für sich nichts bedeuten. Ein bedeutsamer Sinn entsteht nur dann, wenn sie in einer bestimmten Reihenfolge verbunden werden.
Auf ähnliche Weise wird ein aus Rezeptoren bestehendes Alphabet im olfaktorischen System verwendet. Um es anders auszudrücken: 1000 verschiedene Rezeptoren stellen 1000 verschiedene „Buchstaben“ dar. Es gibt keinen bestimmten Rezeptor, der auf jeden Geruch in der olfaktorischen Region reagiert; vielmehr stimulieren verschiedene Geruchsmoleküle bestimmte Rezeptoren, die dann bestimmte Glomeruli im Riechkolben aktivieren. Dies bildet eine bestimmte Kombination bzw. einen Code für den Geruch. Geruch A beispielsweise aktiviert die Kommunikationseinheiten 23,246, 456 und 799 im Riechkolben, während Geruch B dasselbe bei den Nummern 382, 573, 684, 812 und 1245 macht. Diese zwei verschiedenen Codes werden dann als verschiedene Gerüche in dem Geruchscortex des Gehirns wahrgenommen. Eine schnelle mathematische Berechnung zeigt, dass dieser Mechanismus, den wir besitzen, Millionen verschiedener Aromen identifizieren kann.39
Der Grund, weshalb der Satz „Die Küche riecht nach Vanille“ Bedeutung hat, liegt darin, dass die Buchstaben unseres Alphabets in einem bestimmten Satz angeordnet sind. Auf ähnliche Weise findet ein „Vanille“ ausdrückendes Aroma aus der Küche mittels Rezeptoren und Glomeruli statt, die auf eine bestimmte Weise stimuliert werden.
Unsere Fähigkeit die verschiedenen angenehmen Gerüche von Speisen, Blumen und Getränken zu unterscheiden, ist ein Segen, der den Menschen durch Gott gegeben wurde. |
Deswegen gilt: Selbst wenn Evolutionisten glauben, dass die Geruchsrezeptoren durch Zufall entstanden sind, dann entlässt es sie noch nicht aus der Unentschlossenheit, in der sie sich befinden, Da diese Rezeptoren durch einige 1000 Gene kontrolliert werden. 41 Um es noch deutlicher auszudrücken: Geruchsrezeptoren entstehen gemäß einem Muster, das vorher in den Genen enkodiert ist. Und Geruchsrezeptorgene sind auf alle Chromosomen verteilt, abgesehen vom Chromosom 20 und dem Y-Chromosom. 42 (Abbildung 16) Es ist unmöglich, dass das genetische Coding für einen einzigen Geruchsrezeptor spontan entsteht oder infolge eines Zufalls. Würde man alle rationalen, bewussten Menschen versammeln, die vor dem zwanzigsten Jahrhundert gelebt haben und deswegen keine Kenntnis davon hatten, wie ein Computer arbeitet, sie könnten immer noch kein gewöhnliches Computerprogramm schreiben. Da dem so ist, kann man da wirklich erwarten, dass blinde, unbewusste Atome die genetischen Codes für Rezeptoren schreiben können, die die Aromen von Blumen, Früchten und unzähligen chemischen Substanzen wahrnehmen?
Absolut nicht! Geruchsrezeptoren und Wahrnehmungssysteme, olfaktorische Zellen und Gene, die sie kontrollieren, können nicht ohne einen Schöpfer existieren, Der sie gemacht hat. Dieser Schöpfer ist Gott, „... Der Herr der Himmel und der Erde und was zwischen beiden ist...“ (Sure ash-Shu´ara`, 24)
Unter gewissen Umständen, wenn der Kopf einen schweren Schlag erhält, wie beispielsweise in einem Verkehrsunfall, werden olfaktorische Zellen im ethmoidalen Knochen, einem der Schädelknochen, zusammengedrückt. Dieser ist einer von denen, die den Schädel ausmachen. Wenn der Schaden zu groß ist, übernehmen neue Zellen die Arbeit und verhindern damit den Verlust der Geruchswahrnehmung. Dieser Wiedererwerb des Geruchssinnes wurde in sehr vielen Fällen beobachtet. 44
Wie können die neuen Zellen unfehlbar wissen wo sie sich nachwachsen sollen? Wie erreichen sie ihre Ziele in der olfaktorischen Region? Wie sind neue Rezeptoren in der Lage die Kommunikation aufrechtzuerhalten, die ihre Vorgänger mit den Geruchsmolekülen ohne Verlust oder Fehler errichtet haben? Wie wird die Kommunikation zwischen den Rezeptoren und dem Riechkolben fehlerlos wiederaufgenommen?
(Abbildung 16) Mit Ausnahme des Chromosoms 20 und des Y-Chromosoms, gibt es Geruchsrezeptorgene in allen menschlichen Chromosomen. Das in bezug auf Geruchsrezeptorgene reichste Chromosom ist das Chromosom 11. |
Ein weiterer erstaunlicher Punkt ist, wie diese neuen olfaktorischen Nerven fehlerlos ihren Weg in den Riechkolben finden. Es gibt keine Wegweiser in Nase oder Gehirn, und neue Zellen können schwerlich nach dem Weg fragen. Dennoch werden während Ihres Lebens die Verbindungen der olfaktorischen Nerven ständig erneuert, und zwar auf eine Weise, die keinen Raum für Fehler zulässt. Dies kann nicht in Begriffen der Wahrscheinlichkeitsrechnung erklärt werden. Zu Behaupten, dass die Verbindungen unter den Millionen von olfaktorischen Nerven durch Zufall zustande kamen ist so, als würde man behaupten, dass die Kabel, die das Telefonsystem einer Großstadt ausmachen, ohne Fehler durch Wind, Blitz und zufällige Begebenheiten verlegt wurden.
Ohne Zweifel sind all dies Beweise der makellosen Schöpfung und unvergleichlichen Kunstfertigkeit unseres Allmächtigen Herrn. Jedes Teil des olfaktorischen Systems, jede Zelle, jedes Molekül und jedes Atom verhält sich auf eine Weise, die durch den Allwissenden und Allmächtigen Gott in ihnen hervorgerufen wurde, seit dem Tag ihrer Schöpfung. Gott weist sie an, wie sie sich zu jedem Augenblick zu verhalten haben, bis ins letzte Detail. Diese Wahrheit wird im Quran in einem Vers offenbart:
Gott ist es, Der sieben Himmel erschaffen hat und vor der Erde ebensoviel. Der Befehl steigt zwischen ihnen herab, damit ihr wisst, dass Gott Macht über alle Dinge hat und dass Gott alle Dinge mit Seinem Wissen umfasst. (Sure at-Talaq, 12)