Des Weiteren wissen wir, wann gewisse Lebensmittel zu essen sind und wann nicht. Bei Ermüdung wählen wir welche mit hohen Vitamin-, Mineral- und Zuckergehalten. Wenn unser Blutdruck fällt, essen wir salzige Lebensmittel, vermeiden diese und salzige Getränke dagegen, wenn er steigt.
Geschmack, das wunderbare System, das wir besitzen, gestattet uns all dies zu tun. Unser Geschmackswahrnehmungssystem analysiert Proteine, Ionen, komplexe Moleküle und viele andere Komponenten, und arbeitet während unseres gesamten Lebens für uns. Einher mit dem Erfüllen der Anforderungen unserer täglichen Lebensmittelbedürfnisse haben wir viel Freude an den unvergleichlichen Geschmäckern gut gekochter Speisen, Früchte, Kuchen und Desserts. Versuchen Sie sich einmal an all die köstlichen Speisen und Getränke zu erinnern, die sie gekostet haben: Die Ihren Durst löschenden Limonaden und Fruchtsäfte, die Melonen, die Sie in der Hitze des Sommers gegessen haben, ein auf dem Grill brutzelndes Kotelett, Schokoladeneis, Kuchen, gedeckte Obstkuchen, Pasteten, Puddings, Reis, Honig…
Wir nehmen diese Vergnügungen dank unseres Geschmackswahrnehmungssystems wahr, das uns durch unseren Allmächtigen Gott zum Dienste gestellt wurde. Dieses Kapitel soll dieses unnachahmliche System detailliert untersuchen und zeigen, welch überlegenes Werk der Schöpfung es ist.
Sie haben keine Schwierigkeiten den Geschmack von Hähnchen von dem von dutzenden anderen Speisen zu unterscheiden. Das Geheimnis dieser Fähigkeit liegt in der Organisation innerhalb der Zunge, Ihrem Geschmackswahrnehmungsorgan.
Die Zunge kann mit einem verschiedene komplexe chemische Analysen ausführenden Laboratorium verglichen werden, weil alles, was wir essen und trinken aus sehr unterschiedlichen Molekülen besteht. Es gibt hunderte, sogar tausende von einzelnen chemischen Substanzen auf jedem Speisenteller, aus dem Sie essen.2 Laut dem Geschmacksexperten David Schaeppi beträgt die Anzahl von geschmacksübermittelnden chemischen Substanzen in einer Banane 225 und in einer Erdbeere 350. 3 Die Bedeutung dieser Information, die Sie womöglich zum ersten Mal erhalten, ist, dass das wunderbare als Zunge bekannte Laboratorium unzählige unterschiedliche Moleküle mit unfehlbarer Genauigkeit analysiert. (Abbildung 23) Was für eine Art Design besitzt also Ihre talentierte Zunge?
(Abbildung 23) Die Substanzen hier hinterlassen einen bitteren Geschmack im Mund. Wie wir sehen können, sind die chemischen Strukturen dieser wenigen Substanzen voneinander sehr verschieden. Dank der vollkommenen Schöpfung und außergewöhnlichen Kapazität des Geschmackswahrnehmungssystems sind wir in der Lage unzählige Geschmacksmoleküle wahrzunehmen. |
(Abbildung 24) Die Orte der Papillen auf der menschlichen Zunge |
Wenn die Zunge unter einem starken Mikroskop untersucht wird, ist das erste, was man feststellt, ihre strukturelle Regelmäßigkeit. Die Ordnung verläuft, beginnend vom kleinsten bis hin zum größten: Tastzellen, Geschmacksknospen, Papillen. Es gibt etwa 10.000 Geschmacksknospen auf der Zunge. 5 (Abbildung 25) Wallpapillen enthalten zwischen 700 und 3.000 Geschmacksknospen, Blätterpapillen zwischen 320 und 2.950. Es gibt ungefähr 3 bis 10 Geschmacksknospen in jeder pilzförmigen Papille.6 Die Anzahl von Tastzellen in jeder Geschmacksknospe variiert zwischen 50 und 100.7
Diese Abbildungen sind wichtig für die Darstellung des Gleichgewichts in der Schöpfung. Wenn die Anzahl der Geschmackszellen und –knospen unter dem Normalwert liegt, nimmt der Geschmackssinn einer Person ab oder verschwindet gar. Wenn aber die Anzahl größer als normal ist, werden bekannte Geschmäcker übermäßig süß und bitter erscheinen. Es ist klar, dass jede Zelle in exakt der richtigen Zahl existieren muss, ansonsten wäre Essen und Trinken kein Genuss, sondern sogar unangenehm.
(Abbildung 26) Die Organisation in einer Geschmacksknospe (Abbildung 27) In einer einzigen Geschmacksknospe verbinden sich einige 100 Geschmacksprezeptorzellen in einem makellosen Design. Der obere Teil der Geschmacksknospe ist durch ein besonderes System vom Körper abgetrennt. Das bedeutet, dass die Geschmacksmoleküle mit den Geschmacksmikrohaaren an der Spitze der Geschmacksknospe kommunizieren und nicht zum Hauptkörper weitergeleitet werden. |
Dass diese Zellen in genau der richtigen Anzahl und Form existieren, legt den Beweis einer sehr überlegenen Schöpfung dar. Eine weitere außergewöhnliche Eigenschaft ist, dass sie an exakt dem richtigen Platz angeordnet sind. 8 Wenn sich nur eines dieser vielen Elemente des Geschmackswahrnehmungssystems ändern würde – wenn die Geschmackszellen unten an der Zunge anstelle von oben und an den Seiten wären, dann würde selbstverständlich der Geschmackssinn zum Großteil verschwinden. Leben würde dann schwierig werden. Die Tatsache, dass jedes Element im System genau richtig ist, erinnert Menschen mit Vernunft und gesundem Menschenverstand daran, dass Gott alle Dinge makellos und in perfekter Ordnung geschaffen hat.
(Abbildung 28) Die Organisation in den Papillae circumvallatae | (Abbildung 29) Details der Struktur in den Papillae circumvallatae |
Das Geschmackswahrnehmungssystem hat ein außergewöhnlich komplexes Design, das die Erhabenheit von Gottes Schöpfer ausstellt. |
(Abbildung 30) Neueste wissenschaftliche Forschung hat den Fehler der sogenannten Geschmackskarte und ein außergewöhnlich komplexes Kommunikationssystem in jeder Geschmackszelle aufgedeckt. |
Eine von der Forschung hervorgebrachte Auskunft ist, dass die Geschmackskarte nicht korrekt ist. 11 (Abbildung 30) Die Geschmackskarte war ursprünglich auf der Annahme aufgebaut, dass Süße an der Spitze der Zunge wahrgenommen wird, Salzigkeit an den Rändern, Säure an den Seiten und Bitterkeit im Hinterbereich. Diese Karte beruhte allerdings auf einer Fehlinterpretation von Forschung aus dem 19-ten Jahrhundert. Die neueste Forschung zeigt, dass Geschmackszellen auf mehr als bloß ein Stimulans reagieren12 und dass jeder Geschmacksrezeptor ein komplexeres Kommunikationssystem hat, als jemals angenommen wurde. Im Gegensatz zu vorherigen Annahmen baut jede Geschmackszelle eine Kommunikation mit mehreren spezifischen Stimuli auf, nicht bloß mit einem. Die Methoden der Kommunikation in Rezeptorzellen sind einer der Beweise, dass diese Zellen ein Werk der Schöpfung sind.
Geschmack beginnt, wenn Komponenten von Lebensmitteln, die Sie kauen, im Speichel aufgelöst werden. Wir erkennen den Geschmack von salzigen Lebensmitteln, weil sich Salz schneller als andere Substanzen im Speichel auflöst. In der Tat beginnen die Speicheldrüsen manchmal zu arbeiten, wenn der Geruch von Lebensmitteln entdeckt wird – durch den sogenannten Pavlovschen Reflex -, die Zunge auf das Schmecken vorbereitend. Wie jedes Element im Geschmackssinn, ist auch diese Stufe wichtig. Gäbe es diese Sekretion nicht, würden Sie nicht imstande sein getrocknete Früchte zu schmecken. (Speichel enthält auch Proteine und Enzyme, die das Verdauungs- und Immunsystem unterstützen. Die Forschung über die Eigenschaften des Speichels und seiner Funktion währt an. Allerdings haben Studien bereits dargelegt, dass diese Flüssigkeit, die normalerweise als unbedeutend angesehen wird, eine recht komplexe Struktur hat.)
Geschmackskomponenten sind auch Kommunikationsmoleküle, die die Botschaften, die sie tragen, zu den Ionenkanälen oder Rezeptoren auf der Zellmembran übertragen. Die Vorgänge, die in dieser Phase auf zellulärer und molekularer Ebene stattfinden, sind weiterhin Untersuchungsgegenstand, wie Professor Stephen Roper der Universität von Miami feststellt. 16 Es gibt viele unterschiedliche Wege der Kommunikation, die vielen unterschiedlichen Geschmackskomponenten entsprechen. Mit anderen Worten: Verschiedene Kommunikationsnetzwerke werden für verschiedene Geschmäcker wie süß, bitter und salzig aufgebaut. Geschmackszellen haben mehr als eine Art der Kommunikation, und nur die Grundprinzipien einiger von ihnen sind im Moment bekannt.
Ein weiterer überraschender Faktor sind die erheblichen Unterschiede in Geschmackswahrnehmungsmechanismen zwischen den Spezies. 17 Diese Phänomene erfordern lange Überlegung: In der Natur können bewusstlose Moleküle und Zellen nicht durch sich selbst vollends verschiedene Mittel der Kommunikation entwickeln; diese Kommunikationssysteme sind Zeichen der Allwissenheit unseres Herrn, Der sie geschaffen hat.
Siehe, Gott lässt das Korn und den Dattelkern keimen. Er bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen. Derart ist Gott! Doch wie leicht lasst ihr euch abwenden! (Sure al-An`am, 95) |
Geschmacksmoleküle bilden Verbindungen mit den Ionenkanälen auf den Geschmackszellenmembranen, damit wir den bitteren Geschmack einer Kiwifrucht ausmachen. |
Wir haben darauf hingewiesen, dass es etwa 1000 verschiedene Rezeptoren in der Geruchswahrnehmung gibt, aber die Anzahl der verschiedenen Rezeptoren in der Geschmackswahrnehmung ist ungewiss. Im letzten Jahr erst haben Forscher die T2R/TRB-Rezeptoren entdeckt. 19 Professor Linda Buck behauptet, dass diese Entdeckung erst der Anfang eines höchstwahrscheinlich langen Prozesses der Erforschung des Geschmacks sei.20 Der Forscher Professor Charles S. Zuker behauptet, dass es unmöglich ist abzuschätzen, wie viele verschiedene Geschmacksrezeptoren auftauchen werden, bevor die Forschung abgeschlossen sein wird. 21 Selbst mit der Technologie des 21-ten Jahrhunderts bleibt ein großer Teil der Strukturen in den Geschmackszellrezeptoren ein Geheimnis. Dies zeigt einmal mehr, dass die infrage kommenden Strukturen das Produkt einer überlegenen Schöpfung sind.
Wenn die Rezeptoren stimuliert werden, wird eine Reihe komplexer Prozesse in der Geschmackszelle gestartet. Während dieser Phasen erfüllen viele Proteine und Enzyme ihre Funktionen auf die Botschaften. Wenn beispielsweise ein Zucker- oder Süßstoffmolekül an einen Rezeptor andockt, wird ein Proteinkomplex namens Gustducin aktiv. Teilchen, die sich von diesem Komplex abzweigen, aktivieren ein bestimmtes Enzym. Das gefragte Enzym verwandelt bestimmte Proteine in der Zelle in Sekundärbotenstoffe. Diese Botenstoffe wiederum senden die Anweisung, dass sich die Potassiumkanäle in den Zellmembranen schließen. Zugleich werden die Sodium- und Kalziumkanäle geöffnet, und positiv geladene Ionen beginnen in die Zelle einzudringen. Auf diese Weise wird die ursprünglich negative Ladung der Zelle eliminiert, und die Zelle tritt in ein neutrales Stadium ein. Als Folge bestimmter noch nicht verstandener komplexer Prozesse beginnt die Zelle chemische Botenstoffe, Neurotransmitter genannt, auszusenden. Diese Chemikalien tragen Botschaften zu den Neuronen um sie herum. Es ist noch ungewiss, welche Neurotransmitter Botschaften zwischen den Geschmackszellen und dem Neuron tragen. Dennoch wird angenommen, dass chemische Botenstoffe wie Serotonin, GABA, Acetylcholin und Adrenalin eine Rolle im Geschmackswahrnehmungssystem spielen. 22
Abbildung 31 zeigt die Abfolgen, die in Geschmackszellen stattfinden, in Abhängigkeit verschiedener Stimuli. Beachten Sie beim Untersuchen dieser die folgenden zwei Punkte: Erstens, die Änderungen, die in den Geschmackszellen als Antwort auf verschiedene Stimuli stattfinden, werden durch verschiedene Zeichnungen der Zellen gezeigt, um Ihr Verständnis zu erleichtern. In der Tat reagieren Geschmackszellen, wie wir bereits erörtert haben, nicht auf ein, sondern auf mehrere Stimulanzien. Der zweite Punkt ist, dass hier nur die Grundzüge der Kommunikation in den Geschmackszellen gezeigt werden.
(Abbildung 32) Die Chorda tympani- (1), glossopharyngealen (2) und Vagusnerven (3) verbinden sich im verlängerten Mark (4), von wo aus sie Botschaften an die relevanten Abschnitte im Gehirn weitertragen. (5)-(6). |
Die Evolutionstheorie verfechtet eine ähnliche irrationale Behauptung. Es ist glasklar, dass die fortgeschrittenen Kommunikationsmethoden der Geschmackszellen nicht das Werk von Wahrscheinlichkeit und Zufall sein können. Jede Stufe dieses Systems enthält die empfindlichsten und detailliertesten Kalkulationen und Anordnungen, die in einem Bruchteil einer Sekunde stattfinden. Jede dieser Stufen reicht aus, um die Existenz Gottes, ihres Schöpfers, zu beweisen. Die Art, wie Evolutionisten auf ihrer Ablehnung angesichts all dieser offenbaren Beweise beharren, kann nur durch ihre Unfähigkeit erklärt werden sich von ihren irrationalen, unlogischen Zwangsvorstellungen zu befreien.
Der Durchmesser dieser Nerven beträgt weniger als 0.004 Millimeter (0.000157 Zoll).24 Geschmacksbotschaften werden durch den Chorda Tympani-Nerv von den vorderen 2/3 und durch den glosspharyngealen Nerv vom hinteren Drittel der Zunge ans Gehirn übertragen. Der Vagusnerv übermittelt die Geschmackssignale, die er vom Hinterbereich des Mundes erhält, an das Gehirn.25 (Abbildung 32) Diese 3 Nerven schicken Meldungen von zehntausenden Geschmackszellen zur Region, die als Hirnstamm bekannt ist. Von dort gehen Geschmacksdaten zu den Cortex-, Hypothalamus- und Amygdalaregionen des Gehirns. Wenn Sie einen Keks essen sind diese 3 Nerven ständig damit beschäftigt, Meldungen an die relevanten Regionen des Gehirns zu schicken. Zusätzlich zu diesen trägt auch ein besonderer Nerv (Kranial-Nerv V genannt) Daten von den Zellen an das Gehirn, die Temperatur, Tasten, Druck und Schmerz betreffen.
Wie aber verwandeln sich diese Meldungen in Wahrnehmungen wie der leckere Kastanienkuchen oder der geschmackvollen Pilzsuppe? Wie können wir unterscheiden, ob das, was wir essen, frisch oder fad ist? Wie erkennen wir sofort Lebensmittel? Wie geschieht es, dass wir sie in so einer Weise analysieren, dass wir ihre Bestandteile beschreiben können?
Wenn Sie essen oder trinken, senden Ihre Geschmacksnerven die Botschaft, die Sie erhalten, von den Geschmackszellen zum Gehirn. Diese Information wird schnell als „ein leckerer Schokoladenkuchen" oder "eine leckere Pilzsuppe" interpretiert. |
Wir werden sehr wahrscheinlich in den kommenden Jahren mehr Informationen über die Tätigkeiten des Geschmackswahrnehmungssystems erhalten. Dennoch können Sie sicher sein, dass jede neue wissenschaftliche Entdeckung über das Geschmackssystem einmal mehr die Tatsache der Schöpfung deutlich machen wird. Das ist so, weil Gott, der Herr der Welten, Welcher als Segen für die Lebewesen die unzähligen Pflanzen, Früchte und Gemüse geschaffen und weitergegeben hat, mit ihren reizvollen Gerüchen und unnachahmlichen Geschmäckern. Dies wird in mehreren Versen offenbart, und wir sind angewiesen darüber nachzudenken und davon zu lernen. Einige Verse lesen sich wie folgt:
Sprich: "Wer versorgt euch aus den Himmeln und der Erde?" Sprich: "Gott! Und siehe, entweder wir sind rechtgeleitet oder in offenkundigem Irrtum oder ihr seid es." (Sure Saba´, 24)
Und Er ist es, der vom Himmel Wasser hinabsendet. Wir bringen dadurch die Keime aller Dinge heraus, und aus ihnen bringen Wir Grünes hervor, aus dem Wir dicht geschichtetes Korn sprießen lassen und aus den Palmen, aus ihrer Blütenscheide, niederhangende Fruchtbüschel; und Gärten mit Reben und Oliven und Granatäpfeln, einander ähnlich und unähnlich. Beobachtet ihre Frucht, wenn sie sich bildet und reift. Siehe, darin sind wahrlich Leichen für gläubige Leute. (Sure al-An´am, 99)
O ihr Menschen! Gedenkt der Gnade Gottes euch gegenüber. Gibt es einen Schöpfer außer Gott, der euch vom Himmel und der Erde versorgte? Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie könnt ihr euch da abwenden lassen? (Sure Fatir, 3)
(Abbildung 33) Der Ort der Basalzellen in der Geschmacksknospe, wo sich neue Geschmackszellen entwickeln. |
Der Grund ist der Erneuerungsmechanismus der Geschmackszellen. Im Durchschnitt werden sie alle 10 Tage ausgetauscht.27 Mit anderen Worten: Die Geschmackszellen, die Sie jetzt haben, sind ganz andere als diejenigen, die Sie vor 10 Tagen hatten. Basalzellen in der Geschmacksknospe reifen heran und ersetzen die alten Zellen innerhalb von Stunden. (Abbildung 33) Diese Vorgänge, derer Sie sich nicht bewusst sind, finden so schnell statt, dass die Geschmackszellen, die Sie beim Abendessen verwenden, andere sind als jene, die sie zum Frühstück hatten. 28 Dank dieses perfekten Mechanismus sind Ihre Geschmackszellen stets verlässlich und gesund. Sie fahren mit dem Wahrnehmen bekannter Geschmäcker und der Identifizierung von Substanzen fort, die Ihre Gesundheit schädigen.
Schauen Sie sich mal um. Kann irgendeines der High-Tech-Geräte, das Sie sehen, sich selbst erneuern? Selbstverständlich nicht! Wenn Sie dies beachten, können Sie die großartige Schöpfung im Geschmackssinn schätzen. Zugleich ist diese Wahrheit ein Mittel, durch das wir einmal mehr an die unendliche Großzügigkeit und Güte unseres Herrn erinnert werden. Obwohl sich die große Mehrheit der Menschen dessen nicht bewusst ist, beharren sie weiterhin auf ihrer Undankbarkeit und ihrer Weigerung sich zu bedanken. Jeden Augenblick erleben sie mehr erstaunliche Beweise der Schöpfung in ihren Körpern, dennoch kehren sie ihnen kopflos den Rücken zu.
Die Lage solcher Menschen wird in der Sure an-Naml beschrieben:
Dein Herr ist gewiss voll Güte gegenüber den Menschen, jedoch danken es die meisten Ihm nicht. (Sure an-Naml, 73)
Bedenken Sie den Geschmackssinn, eines der Hauptthemen dieses Buches. Evolutionsforscher behaupten, dass sich der Geschmackssinn entwickelt hat, um hochkalorige und giftige Lebensmittel zu identifizieren. 29 Laut dieser Behauptung haben die ersten Lebewesen, die essen mussten, um zu überleben, durch Trial-and-Error Wege gefunden, Ressourcen um sie herum zu verwenden, bis sie unterscheiden konnten, was nützlich und was giftig war. Als Folge dieser Unternehmungen erlangten ihre Zungen Strukturen, die anfingen Geschmäcker wahrzunehmen, um diese voneinander zu unterscheiden. Die Zunge begann auch graduell Geschmäcker voneinander zu unterscheiden, und der Geschmackssinn wurde zu einer Quelle reizvoller Sinneseindrücke, nicht bloß des Erfüllens der Ernährungsbedürfnisse.
Kein Zufall kann der Zunge mit ihrer makellosen Schöpfung, Geschmacksmolekülen, die ideal an die Struktur der Zunge angepasst sind, oder Geschmackszellen, ins Entstehen verholfen haben. Wie all die anderen Sinne, ist der Geschmackssinn eines von Gottes Wundern. |
Die obige Einbildung ist wichtig, da sie die von den Darwinisten angewandten Methoden des Suchens nach einer Beschreibung eines solch komplexen Mechanismus darlegt. Evolutionisten nehmen in der Regel Zuflucht auf eine von zwei Taktiken: Einige bevorzugen es, diese Angelegenheiten nicht zu erwähnen, während andere sich hinter Klischees wie den oben angegebenen verstecken und dabei vorsichtig sind diese Annahmen wissenschaftlichen Entdeckungen beizufügen.
Ein Beispiel davon sind die Aussagen, die von Diane Ackerman, Autorin von A Natural History of Senses, verwendet werden, dass wir den Geschmackssinn den Ozeanen verdanken.30 Es ist klar, dass ihre Behauptung, für die es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, aus einer bloßen Beschönigung der Fakten besteht. Immer wenn Evolutionisten unter Druck stehen, klammern sie sich an den Mythos der „Ozeane auf der Ur-Erde“ als ihre Rettung. In der Tat ist Ackerman mit Problemen belastet wegen ihrer Unfähigkeit das, was sie schreibt, zu belegen, und sie drückt folgenden Wunsch aus:
Sollte uns jemals eine außerirdische Zivilisation kontaktieren, wäre das größte Geschenk, das sie uns geben könnten, ein Satz von Videoaufzeichnungen: Filme unserer Spezies in jeder Phase unserer Evolution.31
Der Geschmackssinn ist ein Segen, der den Menschen durch Gott gegeben ist, und ein Zeichen seines Mitgefühls. |
Aus diesem Grund begegnen Darwinisten beim Geschmackssinn denselben Schwierigkeiten wie beim Geruchssinn. Das ist so, weil den Geschmackssinn – dessen Details immer noch nicht mittels moderner Technologie erklärt sind - durch Zufälle zu begründen lediglich die Person erniedrigt, die dies behauptet. Vom Koderezeptormechanismus im Gehirn bis hin zur großen Vielfalt seiner Rezeptoren ist der Geschmackssinn so komplex, dass jede Komponente eindeutig das Produkt eines besonderen Designs ist. Des Weiteren ist die ideale Struktur des Geschmackssystems, die perfekte und makellose Art seines Funktionierens, einfach für jedermann sichtbar. Wenn man diese Tatsachen beachtet, ist es nicht schwer zu verstehen, dass hier kein zufälliges und unkontrolliertes Einmischen an der Arbeit sein kann. Kein zufälliges Phänomen kann bewusstlosen Molekülen die Fähigkeit verleihen wahrzunehmen, was gegessen oder gerochen wird. Kein Zufall kann ein harmonisches geometrisches Design für Moleküle erschaffen, die von einander nichts wissen. Er kann die Harmonie zwischen ihnen nicht bedeutsam machen, wie es der Fall bei einem Kuchen oder einer Orange ist. Kein Zufall kann davon ausgehen, dass Botschaften von die Zunge erreichenden Molekülen direkt ans Gehirn übermittelt werden müssen.
Erinnern Sie sich daran, dass Zufall suggeriert, dass willkürliche Entwicklungen innerhalb einer bestehenden Anordnung stattfinden, wie Buchstaben, die willkürlich in einen bedeutungsvollen Text gestreut werden. Diese „Extra“-Buchstaben können den Text nicht bedeutungsvoller machen oder ihm eine neue Bedeutung geben. Sie werden im Gegensatz einen verwirrenden Effekt auf den Text als Ganzem haben. Die Behauptungen der Evolutionisten bezüglich des Zufalls sind nicht anders, und sie selbst sind sich dessen bewusst.
Dazu spielt der Geruchssinn, wie oben gesagt, eine wichtige Rolle im Geschmackssinn. Da olfaktorisches und Geschmackssystem miteinander verbunden sind, bedeutet der Geschmackssinn wenig bei Abwesenheit des Geruchssinns. Dieser Zusammenhang bereitet den Evolutionisten ernsthafte Sorgen. Wechselseitig abhängige Systeme und Strukturen, die die bereits vorgetragene irreduzible Komplexität darstellen, machen die Unmöglichkeit eines graduellen Vorgangs von Evolution unmöglich. Die Tatsache, dass Geschmack nur mit Geruchssinn überleben kann, macht es unmöglich, dass sich die beiden gemäß der Evolutionstheorie unabhängig voneinander entwickelt haben. Laut Evolution aber muss jedes Organ und sogar jede einzelne Eigenschaft, die diese Organe besitzen, eine sequentielle Entwicklung durchgemacht haben, die Millionen Jahre angedauert hat.
Wenn dem aber so war, dann muss die Geschmackswahrnehmung bis zur Entwicklung des Geruchssinnes funktionslos bereitgestanden haben – etwas, was die Mechanismen der Evolution selbst unmöglich machen würden. Gemäß der Theorie der natürlichen Selektion würde jede Struktur ohne Funktion schrumpfen, verkümmern und eventuell verschwinden.
Dies alles bedeutet, dass die Evolutionisten nicht bloß erklären können, wie sich die außerordentlich komplexe Geschmackswahrnehmung entwickelt hat, sondern dass sie einem großen Problem ausgesetzt sind, wenn sie erklären, wie sie sich in Kooperation mit dem Geruchssinn entwickelt hat. Wie konnten sich zwei verschiedene Systeme entwickeln, von denen jedes einzelne die Wahrnehmung chemischer Substanzen erlaubt? Die Evolutionisten haben keine Antwort darauf.
Jeder, der mit Gewissen und Bewusstsein versehen ist, wird klar sehen, dass es nur eine Erklärung gibt für die Art, wie Gehirn, Zunge, Geschmacksnerven, Papillen, Geschmacksknospen, Geschmackszellen, Geschmacksrezeptoren, viele verschiedene Proteine und Enzyme in so einer vollständigen Harmonie zusammengekommen sind. Es ist Gott, der Herr der Welten, Welcher den Geschmackssinn geschaffen und uns zu Diensten gestellt hat. Die Lage derjenigen, die sich den Pfaden des Aberglaubens zuwenden, indem sie Gottes makellose Schöpfung ignorieren, wird im Quran beschrieben:
Und Gott gab euch Ehepartner aus euch selbst und gab euch durch euere (Ehe-)partner Söhne und Enkel und versorgte euch mit Gutem. Wollen sie da an das Falsche glauben und Gottes Gnade verleugnen? Und sie verehren neben Gott, was ihnen von den Himmeln oder von der Erde nichts zur Versorgung geben kann und dazu völlig unfähig ist. Stellt daher mit Gott keinen Vergleich an. Seht, Gott weiß, doch ihr wisst nicht. (Sure an-Nahl, 72-74)
Eric V. Anlyn, einer der Forscher auf dem Gebiet der elektronischen Zunge, sagt, dass ihr Design bis zu 100 verschiedene Geschmäcker identifizieren kann. 32 Das ist der derzeitige Stand der Technik, an dem über Jahre hinweg viele Forschungs- und Entwicklungsprojekte angekommen sind, die durch Wissenschaftler und Ingenieure mit hohen Budgets ausgeführt wurden. Im Vergleich mit der menschlichen Zunge ist die Kapazität und Qualität der künstlichen Zunge außerordentlich primitiv. Darüberhinaus funktioniert der Geschmackssinn perfekt seit der Erschaffung des Menschen.
Der Unterschied ist natürlich leicht zu sehen. Die elektronische Version ist das Produkt von Design, Planung und Technik. Wenn all die Komponenten dieses Geräts auf einem Tisch ausgebreitet würden und man selbst Milliarden von Jahren warten würde, würde es weiterhin für die elektronische Zunge unmöglich sein durch Zufall zur Existenz zu gelangen. Es macht keinen Unterschied, wenn die Komponenten im Meer, an den Hängen eines Vulkans oder selbst im Weltraum zurückgelassen würden. Das Resultat wäre exakt dasselbe. Auch konnte die menschliche Zunge und das Geschmackswahrnehmungssystem, die der elektronischen Zunge unvergleichlich überlegen sind, nicht als Folge von aufeinanderfolgenden Zufällen zur Existenz gekommen sein. Es ist Zeitverschwendung nach einer anderen Erklärung als die Schöpfung zu suchen. Evolutionisten müssen dies entweder akzeptieren, oder ihre dogmatische Hingabe an die Evolutionstheorie zugeben.
… esst von dem, was euch Gott beschert, und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; siehe, er ist euch ein offenkundiger Feind. (Sure al-An`am, 142) Um dadurch Korn und Kraut hervorzubringen. Und üppige Gärten? (Sure an-Naba´, 15-16) |
Ihr Geschmackssinn war auch in Ihrem Dienst während ihrer Jugend. Er ist niemals zusammengebrochen, sondern hat unfehlbar alles, was sie gegessen und getrunken haben, identifiziert. Mittels ihrer Sensitivität haben Sie Substanzen analysiert, die in dem Moment, in dem sie sie in den Mund gelegt haben, schädlich oder giftig hätten sein können. (Bitterkeit ist der Geschmack mit der geringsten Wahrnehmungsreizschwelle unter den Geschmäckern.) 35 Geschmacksknospen können Süße in einer Sache entdecken, selbst wenn nur ein Teil unter 200 süß ist. Sie können Salzigkeit entdecken in einem Teil unter 400, Säure in einem Teil unter 130.000, aber Bitterkeit in nur einem Teil unter 2 Millionen. 36 Diese Fähigkeit half Ihnen sofort alle möglichen giftigen Substanzen auszuspucken anstelle sie zu schlucken.
Denn Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Alles gehorcht Ihm. (Sure ar-Rum, 26) |
Um dadurch Korn und Kraut hervorzubringen. Und üppige Gärten? (Sure an-Naba´, 15-16) |
Erinnern Sie sich an all die trockenen und flüssigen Lebensmittel, die Sie jemals geschmeckt haben: Früchte wie Bananen, Erdbeeren, Pfirsichen, Kirschen, Feigen, Aprikosen und Datteln; Gemüse wie Spinat, Karotten, Tomaten, Kartoffeln, Erbsen; Getreide wie Kichererbsen, Linsen und Bohnen; Desserts wie Puddings, Kuchen, Pasteten, Keksen, Gebäck, Fruchtsäfte, Eiscremes, Marmeladen und so viele weitere. Wären Sie nicht mit einem Geschmackssinn ausgestattet, hätte nichts davon einen Unterschied oder Anreiz. Oder stellen Sie sich vor, dass diese nicht die Geschmäcker hätten, mit denen Sie vertraut sind; wenn sie geschmacklos, unangenehm, widerlich oder abstoßend gewesen wären.
Es ist klar, dass jeder Geschmack speziell für die Menschen geschaffen wurde. Es ist auch klar, dass es ein ernsthafter Fehler wäre diese Tatsache zu ignorieren, wegen unserer Vertrautheit mit all diesen Geschmäckern. Im Quran wird offenbart, dass Gott saubere und angenehme Lebensmittel für uns geschaffen hat:
Gott ist es, Der die Erde euch zu einem Rastplatz und den Himmel zu einem Zeltdach gemacht hat und Der euch formte - und euere Gestalt schön machte! - und euch mit Gutem versorgte. So ist Gott, euer Herr. Segensreich ist Gott, der Herr der Welten! (Sure Ghafir, 64)
Und haltet allesamt an Gottes Seil fest, und zersplittert euch nicht, und gedenkt der Gnadenerweise Gottes euch gegenüber… (Sure Al `Imran, 103) |
Das Bild des Paradieses, das den Gottesfürchtigen verheißen ist, (ist so): In ihm fließen Ströme von Wasser, das nicht verdirbt, und Ströme von Milch, deren Geschmack sich nicht ändert, und Ströme von Wein, köstlich für die Trinkenden, und Ströme von geklärtem Honig. Und dort finden sie allerlei Früchte sowie Verzeihung von Ihrem Herrn. Sind sie denen gleich, die ewig im Feuer bleiben müssen und denen siedendes Wasser zu trinken gegeben wird, das ihre Eingeweide zerreißt? (Sure Muhammad, 15)
Einige Menschen können anderen nicht genug zu danken, wenn sie Ihnen Lebensmittel geben, wenn sie hungrig sind, wobei sie vollends vergessen, dass ihnen unser Herr ihre großartigen Geruchs- und Geschmackssinne gegeben hat. Die Lebensmittel, die von denen gegessen werden, die Gott undankbar sind, Der unzählige Segen erschaffen hat, werden folgendermaßen im Quran beschrieben:
Die Hölle, der sie ausgesetzt sein werden. Wie schlimm ist sie als Lagerstätte! So wird es sein! Mögen sie es denn auskosten: Siedendes Wasser und eitrige Flüssigkeit. (Sure Sad, 56-57)
Trinken werden sie aus einer siedenden Quelle. Keine Speise werden sie dort erhalten außer Dornenkraut, das weder nährt noch den Hunger stillt. (Sure al-Ghadschiya, 5-7)
Du lässt die Nacht in den Tag übergehen und den Tag übergehen in die Nacht. Und du lässt das Lebendige aus dem Toten erstehen und das Tote aus dem Lebendigen und versorgst, wen Du willst, ohne Maß." (Sure Al `Imran, 27) |